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Meril Tinnuwen


Mittelalterliche Ansichten

Hallo ihr da draußen!
Da ich mich seit Juli nicht mehr gemeldet habe, dachte ich mir, es ist mal wieder Zeit zum Schreiben...
In der Zwischenzeit hat sich nichts Spektakuläres ereignet. Daher hatte ich auch keinen blassen Schimmer, worüber ich bloggen könnte.
Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Ausbildung die richtige Entscheidung für mich war. Die Arbeit bereitet mir sehr viel Spaß, in der Berufsschule könnte es auch kaum besser laufen und ich werde von nun an auch öfter die Abteilungen wechseln als im ersten Halbjahr. Im Januar und Februar sitze ich in der Arbeitsvorbereitung.
Ich denke, ein BA-Studium BWL wäre auch toll gewesen, aber das wird bei uns in der Nähe ja so selten angeboten. Außerdem kann man sich ja nach der Ausbildung immer noch irgendwie weiterbilden.

Weshalb ich eigentlich schreibe:
Meine zukünftigen Schwiegereltern verhalten sich immer unmöglicher.
Ich hoffe, dass sie bloß niemals auf diese Seite hier kommen. Sie wissen von meinem Blog ja zum Glück nichts. Sonst ist Stress hundertprozentig vorprogrammiert. Ich hab' ja im Grunde nichts gegen sie, aber was so manche Einstellungen betrifft, teile ich einfach nicht ihre Meinung.
Und das ist noch harmlos ausgedrückt. Ich hab' hier ja schon in der Vergangenheit über so Einiges berichtet.
Jedenfalls möchte meine Schwiegermutter in spe, dass mein Schatz nach der Ausbildung studiert. Er braucht jedoch - wie ich - den Bezug zur Praxis. Er ist momentan nur nicht mit der Firma zufrieden, in der er arbeitet. Der Beruf gefällt ihm. Ich habe mich ja schon öfter mit ihm über's Studieren und so unterhalten. Er sagt, er habe bisher noch keinen zu ihm passenden Studiengang gefunden. Und weg will er auch net. Chemie würde ihm einigermaßen gefallen, aber er kennt Leute, die das machen und unglaubliche Probleme mit Mathe haben. Und Mathe liegt ihm nach eigenen Angaben überhaupt nicht. Zudem findet er - genau wie ich - die aktuellen Studienordnungen und das ganze Chaos mit Bachelor und Master beschissen.
Seine Mutter meint: Entweder Studium oder Firma kaufen/eröffnen!
Hätte ich ein paar Jahre früher mein Abi gemacht, hätte ich mich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch direkt nach der Feststellung, dass Lehramt doch nicht so das Wahre für mich ist, für ein BWL-Studium entschieden.
Dazu kommt noch, dass heutzutage ein Studium auch keine Jobgarantie mit ich bringt. Im Sommer war ich in der Mittagspause in der Stadt unterwegs und habe zufällig ein Gespräch von zwei Freundinnen mitbekommen. Die eine ist noch Studentin, die andere hat ihr Jura-Studium bereits abgeschlossen. Wie lange schon, habe ich nicht mitbekommen. Jedenfalls ist sie schon länger auf der Suche und findet nichts. Und um sich ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können, arbeitet sie als Verkäuferin in einer Boutique. Tja, und je länger sie jetzt noch auf der Suche ist, desto geringere Chancen hat sie meiner Meinung nach. Dann heißt es wahrscheinlich irgendwann, sie sei nun schon so alt und verfüge noch über keinerlei Berufserfahrung.
Jedenfalls rate ich meinem Schatz, sich nach der Ausbildung eine andere Firma zu suchen und erst mal als Angestellter weiter zu arbeiten. Vielleicht will er irgendwann ja noch studieren und weiß dann auch was. Besser, als irgendwas durchzuziehen, was ihm gar nicht gefällt oder wieder abzubrechen.
Noch dazu kommt, dass ihm seine Mutter vorschreiben will, was er studieren soll: Mikrosystemtechnik
Das möchte er aber nicht, weil es ihm zu primitiv ist. Und hauptberuflich möchte er so was später auch net machen.
Seine Mutter meint bloß: "Studier das doch. Dann haste wenigstens was studiert." Na toll! Dann hat er's aber...

Na ja, jetzt aber zum eigentlichen Thema:
Findet ihr es normal bzw. in Ordnung, dass ein Vater im Zimmer seines 21-jährigen Sohnes alles durchwühlt und wegwirft, was man seiner Ansicht nach nicht braucht?
Es ist nun ma so, dass mein Freund sich sehr für Elektronik interessiert und auch sehr gut damit auskennt (im Gegensatz zu seinem Daddy). Daher hat er viele verschiedene Platinen, Kabel, PC-Zubehör etc.
Damit diese Sachen nicht lose in seinem Zimmer verstreut herumliegen, wie es lange der Fall war, hat er sich Plastikkästen gekauft, in denen er alles sortiert und verstaut. Das stört absolut keinen - bis auf seine Eltern. Desweiteren gehört Fotografie zu seinen Hobbies und da bearbeitet er schon häufiger mal Bilder. Damit die Bearbeitung größerer Bilder für ihn leichter und übersichtlicher wird, hat er 4 Monitore - 3 normal große und einen kleineren - an den Rechner angeschlossen.
Jetzt meint sein Vater, jeder normale Mensch brauche nur einen Monitor und daher will er 3 einwandfrei funktionierende auf den Elektroschrott werfen. Wie viel die Geräte gekostet haben und dass sich sein Sohn das alles mühsam zusammensparen musste, interessiert ihn nicht.
Ich könnte das hier noch weiter ausführen, aber das möchte ich jetzt um diese Uhrzeit auch nicht. Außerdem geht's mir hier um's Prinzip!
Ich kann ja irgendwie verstehen, dass ihn die Sachen, die im gemeinsamen Keller herumstehen, stören, aber Davids Zimmer geht ihn nun wirklich einen Sch*dreck an!!!
Das Argument seiner Eltern: "Du müllst unser Haus total zu."
Und sein Zimmer gehört ja auch zu ihrem Haus und daher kann das ja nicht angehen.^^
Wie gesagt, kann ich halbwegs verstehen, dass sie die Sachen nicht im Keller haben wollen, aber der Keller ist ziemlich groß und so gut wie leer. Ja, wofür hat man denn einen Keller?! Und mit dem Zimmer heißt es immer, man könne ja keine Leute mehr reinlassen. Ja, wer kommt denn da rein? Nur er und ich.
Und das Übelste: "Solange du in unserem Haus wohnst, hast du keine Privatsphäre! Wenn du so etwas möchtest, dann zieh aus oder Miete dir irgendwo eine Halle für deine Sachen an!"
Das ist doch echt total gestört, oder? Was meint Ihr dazu. Wie soll er sich denn verhalten? Meine Ratschläge bringen ihm nichts. Ausziehen kann er nicht, da er nur eine geringe Ausbildungsvergütung erhält, die fast komplett für's Benzin draufgeht. Ergo klappt auch das mit dem Anmieten einer Halle nicht. Bei uns kann er wegen Platzmangel weder einziehen noch Sachen unterbringen.

Das ist doch echt nicht mehr normal, oder? Interessiere mich wirklich für Meinungen von Außen. Die wenigen Personen, mit denen ich mich bisher darüber unterhalten habe, sind meiner Meinung. Aber wir können uns ja nicht einmischen. Das ist eine Sache zwischen David und seinen Eltern. Aber ich würde ihm halt gerne ein paar Tipps geben, da er echt am Ende ist.
Am Ego der Eltern kratzen funktioniert auch nicht, weil es echte Dickköpfe sind, die total von sich überzeugt sind.

 

Liebe Grüße, Julia

30.12.09 01:38
 


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